Die Waschmaschine an das Waschbecken anschließen, das gelingt in vielen Bädern ohne neue Rohre, wenn der Siphon die richtige Form hat. Entscheidend ist weniger der Wasserzulauf als der Ablauf, denn dort entstehen die Schäden: Gerüche, Rückstau und ein nasser Boden. In diesem Beitrag lesen Sie, welche Siphonvarianten passen, wie hoch der Ablaufschlauch liegen darf und wo sich die Ratgeber widersprechen.

Der Ablauf am Siphon und was dort passen muss
Der übliche Weg führt über einen Geräteanschluss am Siphon. Der Ablaufschlauch wird auf einen Stutzen gesteckt und mit einer Schlauchschelle gesichert. Ohne Schelle hält der Schlauch zwar manchmal, empfohlen wird sie aber in jedem Fall, weil der Druck der Laugenpumpe die Verbindung beim Abpumpen belastet. Gibt es am Siphon keinen freien Stutzen, lässt sich ein konisch zulaufendes Zwischenstück zwischen Abfluss und Siphon setzen, über das der Schlauch geschoben wird.
Sollen Waschmaschine und Spülmaschine denselben Abfluss nutzen, braucht es einen Siphon mit Zusatzanschluss. Laut einem Ratgeber wird der Abwasserstutzen dafür auf 19 oder 22 Millimeter gekürzt, je nach Schlauchdurchmesser. Ein anderer Ratgeber warnt, bei einem dünnen Abfluss dürften beide Geräte nicht gleichzeitig laufen, sonst stehe das Wasser in der Maschine. Ein dritter nennt den Doppelanschluss die beste Wahl und erwähnt das Kapazitätsproblem gar nicht. Beides lässt sich vereinbaren: Der Doppelanschluss ist sauberer als zwei Schläuche im selben Stutzen, ersetzt aber keinen ausreichend weiten Abfluss.
Die folgende Übersicht zeigt, welche Varianten in den gelesenen Quellen vorkommen und welches Risiko jeweils im Raum steht.
| Variante | Aufbau | Risiko |
|---|---|---|
| Siphon mit Zusatzanschluss | Schlauch auf den Stutzen, Schelle darüber | Stutzen muss zum Schlauchdurchmesser passen |
| Zwischenstück unter dem Becken | Konischer Adapter zwischen Abfluss und Siphon | Dichtungen müssen sauber sitzen |
| Doppelanschluss mit Rückflussventil | Zwei Schläuche, Gewinde mit Dichtband abgedichtet | Gering, solange der Abfluss weit genug ist |
| Y Adapter ohne Trennwand | Günstiges Verteilstück für zwei Schläuche | Bei Verstopfung läuft Abwasser ins andere Gerät |
| Schlauch ins Becken gehängt | Ende fixiert, damit nichts danebenläuft | Schlauch rutscht ab, Wasser landet im Bad |
Ein Zwischenstück für den Siphon finden Sie im Baumarkt oder, wenn Sie Maße vergleichen möchten, über eine Suche nach Geräteanschluss Siphons. Beim Rohrdurchmesser am Abfluss bleiben die Ratgeber übrigens still: Eine Aussage zu DN 40 oder DN 50 für Waschmaschinen fehlt in allen fünf gelesenen Seiten, nur ein Baumarkt nennt einen Zweifachanschlusswinkel in DN 50 als Produkt.
Höhe, Schleife und Rückstau beim Ablaufschlauch
Beim Ablaufschlauch ist die Höhe der heikle Punkt. Ein Energieversorger verlangt im Abflussrohr mindestens 60 Zentimeter, nennt als optimalen Bereich 60 bis 100 Zentimeter. Ein Baumarkt gibt dagegen nur eine Obergrenze von einem Meter an und sagt zur Mindesthöhe nichts. Die anderen drei Seiten verzichten auf Zahlen. Diese Angaben stützen sich nicht auf eine genannte Norm, prüfen Sie deshalb die Betriebsanleitung Ihrer Maschine, dort stehen die Höhen, die der Hersteller für die Pumpe freigibt.
Gegen Rückfluss hilft eine höher gelegene Schleife in den Schläuchen, sie wirkt als Barriere. Wie hoch diese Schleife liegen soll, verrät keine der Quellen. Ein weiterer Ratgeber verweist auf Rückstausicherungen für den Keller, doch diese Seite wurde nicht gelesen. Fest steht: Knickt der Ablaufschlauch ab oder spannt er, kann Wasser in die Maschine zurückgedrückt werden. Verlegen Sie ihn deshalb in einem weiten Bogen, nie über eine scharfe Kante.
Soll das Abwasser über das Becken selbst ablaufen, ist das nach Angaben eines Baumarkts machbar, sofern der Schlauch sicher fixiert ist. In einer Mietwohnung lohnt sich vorab eine kurze Rückfrage beim Vermieter, denn Änderungen an der Installation sind dort nicht immer Sache der Mieter.
Wasserzulauf in Beckennähe
Für den Zulauf genügt ein Eckventil mit Dreiviertelzoll Gewinde für Kaltwasser. Fehlt ein freier Abgang, wird das vorhandene Ventil gegen ein Doppelventil getauscht, wobei trotz geschlossenem Hauptwasserhahn Restwasser herausläuft. Ein Verteiler am Waschbeckenhahn kommt ebenfalls vor, dann muss der Hahn aber während des Waschens geöffnet bleiben. Das beschreibt nur ein einziger Anbieter, ein zweiter Beleg dafür fehlt.
Zu den Schritten am Zulauf gehört:
- Hauptwasserhahn schließen und das Restwasser im Ventil ablaufen lassen.
- Den Zulaufschlauch mit Aquastop von Hand ans Ventil schrauben, das Kunststoffgewinde verträgt grobe Gewalt nicht.
- Das Anzeigefenster des Aquastop nach vorn drehen, damit Sie es sehen.
- Nach dem Wasseraufdrehen alle Verbindungen mit einem trockenen Tuch auf Tropfen absuchen.
Beim letzten Zug am Gewinde gehen die Meinungen auseinander. Ein Anbieter schreibt Handfestigkeit vor, ein Baumarkt erlaubt für die letzte Umdrehung die Rohrzange, eine dritte Seite zieht den Verschluss mit der Zange richtig fest. Mit der Zange vorsichtig umzugehen ist die sichere Wahl, denn das Gewinde ist empfindlich. Einen Aquastop-Schlauch halten die Ratgeber bei jedem Großgerät für sinnvoll; ein Schlauch dieser Art soll laut einer Quelle mindestens 45 bar Berstdruck aushalten.
Wenn das Wasser doch danebengeht
Die meisten Schäden lassen sich auf wenige Ursachen zurückführen, und keine davon verlangt teures Material. Meist reichen ein sauberer Sitz der Verbindungen und ein Schlauch ohne Zug. Fehlende oder lockere Schellen führen zu Undichtigkeit, ebenso eine schief verschraubte Zulaufmuffe. Rückfluss zwischen zwei Geräten kann zu unangenehmen Gerüchen und hygienischen Problemen führen, weil Wasser der einen Maschine in die andere gelangt. Beim Abpumpen belastet die Pumpe den Ablaufanschluss am stärksten, deshalb gehört er nach dem ersten Waschgang auf die Prüfliste.
Diese Punkte sollten Sie nach dem Anschluss prüfen:
- Schlauchschellen sitzen fest und der Schlauch ist nicht gequetscht.
- Der Ablaufschlauch liegt in einem weiten Bogen und hat keinen Knick.
- Die Zulaufverbindung ist trocken, auch nach dem Schleudergang.
- Es riecht nach dem Waschen nicht nach Abwasser.
