Viren, Würmer und Trojaner – die wichtigsten Schadprogramme im Überblick

Ob Bitdefender, Norton Internet Security, Avira oder Kaspersky Virenschutz 2016, ohne Anti-Virus-Programm kommt heute kaum noch jemand aus. Dabei schützen sie nicht nur vor Viren, sondern auch vor vielen anderen Sicherheitsrisiken wie Würmern und Trojanern. Da viele Nutzer den Unterschied zwischen den verschiedenen Schadprogrammen nicht kennen, wollen wir uns einmal die drei wichtigsten Typen ansehen. Übrigens: Wer noch einen guten Virenscanner sucht, der findet auf http://www.virenspezialist.com/ einen Überblick über die beliebtesten Programme.

Viren

Computer-Viren sind kleine, zumeist schädliche Programme, die sich in anderen Programmen und ausführbaren Dateien einnisten. Das Virus wird zusammen mit der infizierten Software gestartet und sucht dann nach weiteren Dateien, in die es eindringen kann. Ein Virenbefall kann verschiedene Auswirkungen haben. Einige Viren sind ein eher harmloser „Spaß“ und verursachen keine Schäden, andere können Dateien löschen, Betriebssysteme zerstören oder Abstürze auslösen. In seltenen Fällen kann ein Virus Hardware-Defekte wie überhitzte Haupt- oder Grafikprozessoren bewirken. Reine Viren sind heutzutage selten zu finden, da sie durch die netzwerkfähigen Würmer weitgehend verdrängt wurden.

Würmer

Anders als Würmer können Computer-Viren nur Dateien auf dem Rechner infizieren, auf dem sie sich gegenwärtig befinden. Um auf einem anderen Computer zu gelangen, benötigen sie menschliche Hilfe. Sie müssen über USB-Sticks, externe Festplatten, Speicherkarten, CDs und DVDs oder per Download aus Netzwerken eingeschleppt werden. Würmer hingegen haben die Fähigkeit sich selbstständig von einem Computer zu einem anderen zu übertragen. Dazu nutzen sie E-Mail-, Chat- und Tauschbörsenprogramme, um sich selbst an andere Nutzer zu senden. Einige Würmer nutzen die Autostartfunktion von USB-Laufwerken, um sich auf weitere Wechseldatenträger zu kopieren.

Trojaner

Trojaner haben ihren Namen in Anlehnung an die griechische Sage vom Trojanischen Pferd. Die Legende besagt, dass die Griechen (und nicht die Trojaner!) die Stadt Troja mit einer List einnahmen. Sie stellten ein vorgebliches Friedensgeschenk in Form eines riesigen, hölzernen Pferdes vor das Stadttor und zogen ab. Die Trojaner holten das Pferd in die Stadt, nicht ahnend, dass sich im Bauch des Pferdes einige griechische Soldaten versteckten, die schlussendlich die Stadttore von innen öffneten. Analog dazu tarnt sich ein Computer-Trojaner als nützliches Programm, welches vom Benutzer absichtlich installiert wird. Im Gegensatz zu Viren und Würmern haben Trojaner keine Fähigkeit zur Verbreitung. Zu den vielfältigen Schadfunktionen, die sie enthalten können, zählen Keylogger und Ransomware sowie Backdoors für den Netzwerkzugriff von anderen Rechnern. Des Weiteren dienen sie zum Abschalten von Sicherheitseinstellungen oder zur Teilnahme an DDoS-Angriffen.